Manchmal ist es ganz vorteilhaft, wenn man kein Auto besitzt. Manchmal
nämlich kann dies den Grundstein für eine erfolgreiche Karriere im
Popgeschäft legen.

Wir schreiben das Jahr 1994. Als Matthias Blechschmidt (Gesang,
Komposition) eine Mitfahrgelegenheit zum nächsten De/Vision-Konzert
sucht, soll er noch nicht ahnen, daß er auf diese Weise einen Partner
kennenlernen würde, mit dem er seine langgehegten musikalischen Träume in
die Tat umsetzen könnte. Denn der hilfsbereite Chauffeur Oliver Teßmer
(Backing Vocals, Arrangements, Texte und Autobesitz) entpuppt sich als
Musikfanatiker, der seine Vorlieben für Bands wie Depeche Mode, New
Order oder Echo & The Bunnymen teilt.

Noch im gleichen Jahr werden die "Strange Facts" gegründet. Zusammen mit
Marco Paskamp (Technik) entstehen zahllose schillernde Popsongs,
von denen 1996 eine Auswahl auf dem Tape "Presence Of Past"
veröffentlicht wird. {Parallel dazu erspielen sich die Jungs in mehr als
25 umjubelten Konzerten eine große Fanschar}. Das überzeugt sogar die
Jury des Local Heroes-Wettbewerbs im Altmarkkreis Salzwedel, die die
Gardelegener auf den 3. Platz des Ausscheids wählt.

Mit so viel Wind im Rücken machen sich Strange Facts an die Produktion
ihrer ersten CD "Confide", die 1997 die Medien aufhorchen läßt. Diverse
Rundfunkstationen - unter ihnen radio SAW, Okerwelle Braunschweig, das
Freie Radio Kassel und [ju: N ai] radio Magdeburg - widmen der
Neuerscheinung ausführliche Spezialsendungen. In verschiedenen Zeitungen
(u.a. Volksstimme) erscheinen Portraits der Band. Sogar das Ausland
nimmt Notiz von den frischen Klängen aus Deutschland. So veröffentlicht
das amerikanische Label "Synthphony Records" (New York) einen Sampler,
auf dem Strange Facts gleichberechtigt neben Größen wie The Twins und
Marian Gold (Alphaville) stehen.

Namhafte Szenebands wie Psyche, Philtron oder Digital Factor sind von
den Livequalitäten der passionierten Musiker derart überzeugt, daß sie
sie als Anheizer für ihre Bühnenshows einladen.

Doch auf diesem Erfolg will sich die Formation nicht ausruhen. Ständig
wird weiter nach neuen Klängen und Ausdrucksmöglichkeiten gesucht. Der
vermehrte Einsatz moderner Elemente und die Einbeziehung konventioneller
Instrumente wie Gitarre und Schlagzeug führt schließlich nach Ausscheiden von
Marco Paskamp zur Umbenennung der Band.

Oliver Teßmer und Matthias Blechschmidt präsentieren ihre Vision vom
perfekten Popsong seit diesem Jahr unter dem Namen ‚starsign'. Und die
Zeichen stehen immer noch auf gefühlsbetonte, energiegeladene Musik mit
eingängigen Melodien, frischen Beats und experimentellen Sounds. Wer
einen Gegenpol zu seelenlosen Retortenklängen à la No Angels oder
Bro'Sis sucht, der wird bei ‚starsign' fündig. Schön, daß es noch Musiker
gibt, denen Selbstverwirklichung und Anerkennung wichtiger sind als
materielle Werte und ... Autos ...